(Deutsch) Durch Paris und nach Hause

In Paris angekommen, musste ich den Bahnhof wechseln, vom Gare du Sud zum Gare du Nord. Ich sah den Eingang zur Metro, aber nahm aber von dem Vorhaben, sich mit einem Fahrrad in die U-bahn zu quetschen, abstand. So fuhr ich die Seine entlang und kam an der beeindruckende Kathedrale von Notre Dame vorbei. Hier kaufte ich auch einen Stadtplan, der das Paris des 18. Jahrhunderts zeigte. Das war auch das einzige Mitbringsel aus Frankreich. Wäre ich mutiger gewesen, hätte ich mir ein Zimmer genommen und wäre ein paar Tage in Paris geblieben, hätte den Louvre angeschaut und wäre in der Stadt herumspaziert, wie ein stolzer Gockel.

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So fuhr ich zu Gare du Nord und stieg nach längerem Warten in den Nachtzug nach Deutschland ein. Bei der Rückfahrt gab es keine Problemle. Als ich nach Hause kam, ahnten meine Eltern noch nichts und glaubten mich an der Loire.

Daher kam auch folgender Dialog zustande: „Du bist schon da ?“- „Äh ja- bin früher gefahren“- „Was ?“ – „Habs nicht mehr ausgehalten“ – „Warum hast du nicht angerufen?“ – Heul, heul.

Nach einer Woche schneite eine Karte aus Frankreich ins Haus. Die Allgäuer waren nach kurzer und anstrengender Fahrt an der Westküste angekommen. Meine Freundin berichtete, dass das Tempo noch mal angehoben worden sei. Am Meer seien sie auch nicht lange geblieben. Die Entscheidung abzureisen, war also die richtige gewesen.

Inzwischen habe ich Frieden mit dem Allgäu gemacht. Die Leute außer der Freundin habe ich allerdings nie wieder gesehen.


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