(Deutsch) Allgäuer Geselligkeit

Vielleicht war das auch ein Fauxpas als unsportliche Fränkin, mit einer Region von Maulwurfshügeln, eine Fahrradtour mit sport- begeisterten Allgäuern zu unternehmen. So fing der “Urlaub” damit an, dass mir schon am Bahnhof der neu angebrachte Fahrradständer abbrach.

Wir saßen also im Nachtzug nach Frankreich. Zu diesem Zeitpunkt war ich eine wenig gesellige Person und so war mir diese Art von Gemeinschaft eher fremd. Dass heißt, dass alles, was der Rucksack hergab, geteilt wurde. Wenn ich zurückblicke, ist das Verhalten geradezu bolivianisch und findet natürlich meine Anerkennung. Aber damals konnte ich kein Verständnis für bolivianische oder allgäuer Geselligkeit aufbringen.

So begleitete ich das Entkorken des mitgebrachten Weines mit einer dementsprechenden Mimik. Dabei wurde die Zeremonie mit grölendem Applaus untermalt.

Da ich zu dem Zeitpunkt keinen Alkohol trank, musste ich mich überwinden, wenigsten ein Schluck davon zu trinken, um nicht schon am Anfang als Spielverderber zu gelten. Am Morgen, nach einer langer Nacht ohne Schlaf kamen wir in Paris an, entluden unsere Fahrräder und radelten los.

Bald musste ich bemerken, dass ich das Tempo nicht mithalten konnte. An eine Dusche und an ein gemütliches Bett war auch nicht zu denken. Stattdessen schliefen wir in einem “romantischen Himmelbett” in Form eines Getreidefeldes.

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