Frauen und tschechische Architektur

Trotz des öden Zugfahrens bin ich erst einmal froh, diese Malaise an Menschen hinter mir gelassen zu haben, versicherte mir jedoch Penelope am Telefon einen Tag zuvor, ein Treffen mit mir würde ihr nichts bringen. Eine mir freundschaftlich geneigte Person meinte dazu, diese Frau wäre wohl eher nicht unsterblich in mich verliebt. So sei es, die Schnapsidee von Penelope, mir um drei Uhr morgens bei meiner Abfahrt mit einem weißen Taschentuch hinterherzuwinken fasse ich als blanken Hohn auf, käme sie zu dieser Zeit gerade aus einer Bar(!). Eine andere Person schickt mir per SMS eine guteReiseNachricht, welche mir aber wurscht ist, da ich genau für eben die andere Person keine tieferen Gefühle hege. Ein affektuöses Dilemma, welches sich durch mein längeres Fernbleiben so oder so auflösen wird: nämlich in nichts. INTROIBO AD PORTAM OCCIDENTIS. Nachtrag zu Tschepp und seiner Architektur, die ich keinem der in Europa gängigen originalen oder historisierten Baustile zuordnen kann. Es handelt sich um die Wochenenddatschen der indigenen Bevölkerung, die sich zumeist am Fuße des Bahndammes befinden. Einige Datschen bestehen lediglich aus einem spitzen Dach, eben so wie wenn man, schon leicht trunken vom Biere, zwei Bierfilzel auf dem Wirtshaustisch zu einem Kartenhäusel aufstellen würde. Ich mutmaße, dass solch ein Gebäude dann wohl aus zwei totalen Dachschrägen bestünde, was das Aufstellen etwaiger Möbel oder gar den Zusammenbau selbiger, zudem noch im Zustande von linder Wirtshaustrunkenheit, gehörig erschwert. Soll die Dachform an ein Zelt erinnern? Denke aber nicht, denn ein Zelt hat keine Dachbeziegelung.

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