Ich dachte, dass ein kleiner Ausflug aufs Flughafenklo notwendig wäre und nahm meinen Rucksack mit. Als ich gerade die Tür von der Toilettetür schließen wollte, bekam ich einen Schock, der mich kurzzeitig lähmte. Ich kramte in meinem Rucksack, da ich vermutete, dass ich den Geldbeutel dort finden könnte. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Er liegt noch auf dem Sitz.
Mit versteinertem und hochrotem Kopf stürmte ich aus der Flughafentoilette heraus. Aber was fand ich vor? Das reine Blau der Sitze stach mir entgegen, als sagten sie mir, dass ich zu spät käme. Mein Herz klopfte und ich kramte wie wild in meinem Rucksack und schüttetete seinen Inhalt aus. Außer mir waren in diesem Abschnitt nur zwei Passagiere anwesend. Ein Herr westlichen Aussehens und westlichen Akzents, sowie eine junge Frau mit südamerikanischem Einschlag. Beide versichterten mir, dass sie niemanden verdächtigen gesehen haben. Jede Fragerei war sinnlos. Da ist man global.
So ganz war der Schock nicht in mein Innerste hindurchgedrungen, denn ich konnte noch klare Gedanken fassen. Ich rief die Polizei, die sich nach einem Anruf am entsprechen dafür rot gekennzeichneten Telefon nach unten bemühte. Das Telefon roch geradezu nach Katastrophen und brachte einen noch mehr dazu, sich verloren und verlassen zu fühlen. Der Herr von der Flughafensicherheit hatte wohl bis dato einen ruhigen Tag genossen und war dementsprechend gelassen. Er lief mit mir herum, rekonstruierte den Vorfall, verschwand kurzzeitig und ging mit mir zur Fluglinie, mit der ich weiterfliegen würde.
