Nach der inkaischen Sage, die auf den Gründungsmythos der Tiahuanaco aufbaut, hat der Sonnengott Kon- Tiki Viracocha die Stadt Tiahuanaco gegründet. Danach soll Viracocha seinen Sohn Manco Capac und seine Tochter Mama Occllo soll er auf die Erde geschickt haben. Nach dem Mythos gründete das Geschwisterpaar um 1200 n.Chr. die Stadt Cuzco im heutigen Peru.
In der Anfangszeit konzentrierten sich die Inkas auf das Gebiet des heutigen Peru bis sie sich in der Folgezeit nach Bolivien ausgebreitet haben. Von 1440 n Chr. bis 1530 n. Chr. erreichte das Inkareich eine Ausdehnung, die das Gebiet von Peru, Bolivien, Ecuador, Chiles und einen Teil Argentiniens sowie der Südspitze von Kolumbien umfasste. Man schätzt, dass es aufgrund der große Ausbreitung der Inkas, das Reich an die 100 Kulturen mit 20 Sprachen gab. Hauptsprache wurde Quechua, das von einem Volk in den Tälern von Bolivien übernommen wurde.
Das Reich wurde vor allem durch die kontinuierliche verpflichtende Mitarbeit seiner Einwohner und den dazugehörigen Rechten zusammengehalten. Jeder Mann zwischen 25 – 40 Jahren, der nicht dem Adel angehörte musste eine sogenannte Mi’ta einbringen, die in Arbeit auf dem Feld, im Ausbau und Erhaltung des Straßennetzes und in Kriegsteilnahme bestand. Um so ein großes Reich regieren zu können, wurde das Gebiet im 15. Jahrhundert in vier Teile geteilt, die von Gouverneuren regiert wurden und dem Inka unterstanden.
Nachrichtenläufer, die sogenannten Chasquis brachten auf den Inkapfaden regelmäßig
Nachrichten in die Hauptstadt Cuzco. Dazu überbrachten sie mit den Quipus, den Knotenschnüren, Informationen z. B. über Steuern oder Bevölkerungszahlen. Schrift sowie die Funktion des Geldes waren ihnen unbekannt, obwohl man immer noch forscht, ob die Quipus auch eine Schrift beinhalten. Die Lager an den Wegstrecken versorgte die Bevölkerung mit Lebensmitteln. Dort lagerten sie auch Waffen, um bei Kriegen schneller handlungsfähiger sein zu können.
