Ähnlich wie die Mayas besaßen sie hohe Kenntnisse in der Astronomie. Der auf der Sonneninsel errichtete Stein, der von den Spaniern fälschlicherweise Huerca del Sol, also Galgen der Sonne genannt wurde, diente zu astronomischen Beobachtungen.
Die Religion der Inkas beruhte auf einen Vielgottglauben, obwohl der Inka Pachacuteq, den Eingottglauben, den Glauben an die Sonne (Inti) durchzusetzen versuchte. Der Mond war einen ebenso wichtiger Gott (Mamaquilla). Daneben war der Gott des Morgensterns, des Regenbogens und des Blitzes (Illapa) für die Inka ein wichtiger Teil des Opferungszyklus. Letzterer tauchte als Dreigestalt auf: Blitzschlag, Donner und Wetterleuchten. Er veränderte seine Form immer dann, wenn er auf die Erde traf. Bei jedem Einschlag Lllapas entstand ein neuer Gott. Für die Fruchtbarkeit war die Mutter Erde, die Pachamama zuständig. Sie sollte durch eine gute Ernte das Überleben der Inka sichern.
Lamas, Meerschweinchen, Kondore, Pumas, Jaguars und Vicuñas, die zur Kamelgattung gehören, galten als heilig. Lamas und Meerschweinchen wurden den Göttern geopfert und aus der kostbaren Wolle der Vicuñas spannen Frauen Gewänder für den Inkakönig. Diese Wolle war für sie so kostbar wie Gold.
Während der Herrschaft unter Inka Pachacuteq opferten die Inkas den Berggöttern auch Kinder. Archäologen fanden in den 90iger Jahren in Peru und in Argentinien sehr gut erhaltene Mumien, die das bestätigten. Die Kindermumie „Juanita“, die am Vulkan Ampato in Peru gefunden wurde, ist zudem ein Beweis für die Theorie, dass die Vorfahren der indianischen Völker Nordamerikas und Südamerikas aus Asien über die Beringstraße gekommen sind. Der Archäologe Johan Reinhard fand drei weitere sehr gut erhaltene Mumien auf dem Gipfel des argentinischen Berges „Llullaillaco“1.
1 Einzigartige Fotos auf der Website von Johan Reinhard
http://classic.kodakgallery.com/reinhard/main/argentina_-_llullaillaco_mummies_in_lab