Als der Spanier Francisco Pizarro in das Inkaimperium kam, tobte bereits ein Nachfolgekrieg. Krankheiten wie die Pocken, die nach der Ankunft der Spanier in der neuen Welt grassierten, dezimierten die indianischen Völker des Kontinents. 160 Soldaten hatte der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Pizarro, angeheuert, um in der Neuen Welt unter dem Schutzmantel Kaiser Karl V. nach materiellen Reichtümern zu suchen. Tatsächlich besiegte er in der Schlacht von Cajamarca den Inkakönig Atahuallpa. Tausende von Inkas kamen in dem Gemetzel um. Atahuallpa wurde gefangengenommen, da Pizarro befürchtete, dass nachkommen-de Krieger die Spanier überwältigen könnten. Um sich und sein Reich zu retten, ließ Atahuallpa aus allen Landesteilen Goldschmuck heranschaffen. Die Spanier schmolzen die wertvollen Kunstwerke in handliche Barren. Während der Gefangenschaft des Inkakönigs zogen sie plündernd und mordend durch das Land. Die Äxte, Keulen und Pfeile der Inkas konnten gegen die Schwerter und Dolche der Spanier nichts ausrichten. Nachdem Atahuallpa trotz des Versprechen der Spanier ihn am Leben zu lassen hingerichtet wurde, war das Imperium Geschichte. Auch ein Aufstand von Tupac Amaru, Neffe des Ermorderten wurde niedergeschlagen. Fortan raubten die Spanier Gold, Silber und Edelsteine in unfassbarem Wert. Viele Schiffe mit geladenem Gold erreichten aber das spanische Festland nicht, sondern gingen mit ihrer Ladung unter. Der fast hohle Berg von Potosí in Bolivien, in dem heute noch Bergarbeiter mit einfachsten Mitteln Silber zu finden suchen1, zeugt von den Gier der Spanier.
1 Filmtipp: Devil’s miner – Berg des Teufels – Dokumentarfilm über Kinder, die in der Mine von Potosí arbeiten