
Wenn Sie das erste Mal in ein südamerikanisches Land fahren,
empfehle ich Ihnen folgenden Film, damit Sie einen guten Eindruck vom
Kontinent bekommen:
Die Reise des jungen Che (Diarios de motocicleta)
Der Film basiert auf den Aufzeichnungen von Ernesto Guevara de la
Serna, als er noch nicht Che Guevara, der Guerrillero war. Vor dem
Ende seines Medizinstudiums 1951/ 52 bricht Ernesto mit seinem
Freund Alberto auf, mit dem Motorrad den südamerikanischen
Kontinent zu bereisen und an einer Leprastation am Amazonas zu
arbeiten.
Auf dieser Reise findet in Ernesto vor allem in der Begegnung mit
den Menschen der unteren Schichten ein innerer Wandel statt, der ihn
an eine lateinamerikanische Identität glauben lässt. Er wird mit
der Unterdrückung der indigenen Bevölkerung durch die weiße
Oberschicht sowie deren Abgrenzung von einander konfrontiert. Nach
dieser Reise entwickelt er diesen Gerechtigkeitswillen, der ihn
später zum Revolutionsführer werden lässt. Bedauerlich ist, dass sich
an den Umständen, die der junge Guevara vorfand bis heute nichts geändert
zu haben scheint.Die Ungerechtigkeit, die Ernesto sah, hat sich nur
in Maßen in Gerechtigkeit verwandelt.
Kritiker bemängeln eine Heroisierung Che Guevaras, die ich aber
nicht sehen kann. Es geht in diesem Film vor allem um die
Jugendjahre Ernestos. Dadurch ist zu verstehen, wie er seine
radikalen Ideen entwickelt hat, die in diesem Film nicht analysiert
werden.
Notiz: Auf Spanisch aufgrund der verschiedenen lateinamerikanischen
Dialekte schwer verständlich, deshalb lieber in deutscher Sprache
ansehen!

Der Soundtrack des Films ist vom Argentinier Gustavo Santaolalla.
Die Instrumentallieder betten sich einfach gut in die Szenerien der
Anden ein!
