Ich war den Tränen nahe. Während die Passagiere ins Flugzeug gingen, versuchte ich die Dame mit allen Mitteln umzustimmen. Sie aber griff unberührt von meinen Ausführungen zu ihrem Funkgerät und wollte meinen Koffer in den Transitbereich beordern. Nachdem Sie einige Worte mit ihrem Gesprächspartner gewechselt hatte, sagte sie kurz und knapp: „Sie können gehen.“ In diesem Moment war mir nicht klar, was sie damit sagen wollte. So fragte ich: „Wohin ?“ – „Na ins Flugzeug.“
Was war das für eine Erleichterung im Flugzeug zu sitzen; ebenso eine Erleichterung für den Flughafen von Santa Cruz, ein Problem einfach weitergeschoben zu haben.
Als ich nämlich in São Paulo ankam, machte ich schon darauf gefasst, im Flughafen bleiben zu müssen. Dem war definitiv so. Nach einer kurzen Frage war die Sache klar. Ich verbrachte also ganze 24 Stunden auf dem Flughafen, im schönen Transitbereich, ohne Buch (hatte ich verschenkt), ohne Musik (meinen mp3 Player war im Koffer grrr) und ohne Gesellschaft.
Mir blieb nichts anderes übrig, ein überteuertes schwammiges Sandwich zu essen und mit einer fünf-Dollar-Zeitschrift die Zeit zu überbrücken. Also schlief ich auf den blaugepolsterten Sitzen, nachdem die Flugpassagiere immer weniger wurden und die Angestellten der Duty Free Shops ihre Geschäfte schlossen.