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	<title>Chaosreisen &#187; penanco</title>
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	<description>Reiseberichte</description>
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		<title>Andenreis</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 15:07:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>penanco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Knoblauch]]></category>
		<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Reis]]></category>

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		<description><![CDATA[Andenreis ist hier nicht ganz richtig, aber ich nenne diesen Reis so. Die Bev&#246;lkerung in Bolivien und Peru &#8211; scheints &#8211; isst Unmengen an Reis. Bevor man den Reis kocht wird er gewaschen. Dann schnippelt der Andenbewohner eine oder gleiche mehrere Knoblauchzehen klein und br&#228;t diese an. Danach kommt der gewaschene Reis dazu und wird solang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Andenreis ist hier nicht ganz richtig, aber ich nenne diesen Reis so. Die Bev&#246;lkerung in Bolivien und Peru &#8211; scheints &#8211; isst Unmengen an Reis.</p>
<p>Bevor man den Reis kocht wird er gewaschen. Dann schnippelt der Andenbewohner eine oder gleiche mehrere Knoblauchzehen klein und br&#228;t diese an. Danach kommt der gewaschene Reis dazu und wird solang angebraten bis er gl&#228;nzig ist. Und dann verf&#228;hrt man genauso wie man den Reis hierzulande kennt, n&#228;mlich man gibt die doppelte Menge Wasser hinzu. Fertig.</p>
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		<title>Madrid</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 16:12:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>penanco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sehenswürdigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ger&#228;t man in die gro&#223;e quirlige Stadt Spaniens erliegt man bald ihrem Charme. Als Hauptstadt hat sie sehr viele Sehensw&#252;rdigkeiten zu bieten. Bars und Restaurants gibt es in H&#252;lle und F&#252;lle. Man sagt sogar, dass sie von den europ&#228;ischen St&#228;dten die gr&#246;&#223;te Dichte an Bars hat. Was bemerkenswert ist und auch im Verh&#228;ltniss zu deutschen Gro&#223;st&#228;dten, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ger&#228;t man in die gro&#223;e quirlige Stadt Spaniens erliegt man bald ihrem Charme. Als Hauptstadt hat sie sehr viele Sehensw&#252;rdigkeiten zu bieten. Bars und Restaurants gibt es in H&#252;lle und F&#252;lle. Man sagt sogar, dass sie von den europ&#228;ischen St&#228;dten die gr&#246;&#223;te Dichte an Bars hat. <span id="more-1954"></span>Was bemerkenswert ist und auch im Verh&#228;ltniss zu deutschen Gro&#223;st&#228;dten, dass man mal getrost mal zu Fuss zu manchen Sehensw&#252;rdigkeiten kommt. Allerdings w&#252;rde ich davon abraten, alles zu Fuss zu meistern. Nach meiner Ansicht hat ist das Metrosystem von Madrid so gut ausgebaut, so dass man es auch als nicht spanischsprechener Tourist nutzen kann. Die 1 Euro fuer eine Fahrt innerhalb des Zentrums ist sehr billig im Gegensatz zu deutschen Verhaeltnissen. Der 1 Euro Zuschlag bis zum Flughafen ist auch nicht unbedingt ein Kostenfaktor. Die Automaten sind sogar auch auf Deutsch zu bedienen.</p>
<p>Was mir aufgefallen ist, und das betrifft das Essen, dass man kein Spanier je findet, der auf dem Weg irgendetwas essbares isst. Jeder Deutsche, der gewohnt ist, etwas &#8220;Nahrung&#8221; bei einem B&#228;cker oder Metzger zu holen, stets wenn er Hunger hat, wird in Spanien eingehen, da jeder guter Spanier zu Hause ist. &#220;brigens passt das gut zu den Essensgewohnheiten der Lateinamerikanische Migranten. Ob das Zuhause essen generell auch im Falle der Liebe gilt, habe ich noch nicht herausgefunden. Bis jetzt habe ich keinen Spanier gesehen, der mit Essen herumlief. Gut, vormittags kann man Churros mit einer dickfluessigen Schokoladenpasste zu sich nehmen, allerdings ist das fettig-s&#252;&#223;e Zeug nichts fuer einen Magen, der nach &#8220;Renny&#8221; ruft. In der Siestazeit von 13/14 Uhr bis 17 Uhr sind die die meisten Geschaefte zu &#8211; au&#223;er der Einkaufskette El Corte Ingles vergleichbar mit der Kaufhof oder Karstadt, Bars, Restaurants oder kleinen Obst-und Gemueselaeden. Also ein Leberkassemmerl oder so kann man nicht erwarten. Wenn Sie gewohnt sind, au&#223;erhalb des Hauses zu essen, dann nehmen Sie sich ein belegtes Sandwich oder eine belegte Semmel mit. Inzwischen habe ich auch Sandwiches gesehen, die man mitnehmen kann. Diese Art Sandwiches sind circa 1 cm hoch und wenn man sie isst, klebt das Ganze erstmal heftigst am Gaumen. Ich habe mir aus Hungergr&#252;nden eines dieser Sandwiches gekauft und habe mich aus Unwissenheit und Sicherheitsgruenden dazu entschlossen, in der Metro dieses nicht zu verspeisen. Deshalb sind auch die Verkehrsmittel sehr sauber, weil kein Kind oder Erwachsener je auf die Idee kommt, Sitze oder die Haltegriffe mit Essen zu kontaminieren. Allerdings habe ich beobachtet wie jemand Schalen von ger&#246;steten Sonnenblumenkerne seitlich an seinen Sitz hingepfeffert hat. Ein paar spanische Augen fanden das nicht so toll, haben aber darauf verzichtet sich verbal zu &#228;u&#223;ern.</p>
<p>Ein Freund, der in Spanien lebt, hat mal in Bezug auf das Essen und dem Sch&#246;nheitsideal der Frauen gesagt, dass sich Frauen lieber Kleidung kaufen, zum Friseur oder zur Kosmetikerin gehen, als sich Essen zu kaufen. Und da ist mit Sicherheit was dran!</p>
<p>Und wirklich die jungen Frauen sehen immer gut gestylt aus, mit einer guten Portion Make-up, Eyeliner und einem extrastarken Haarklebemittel. Als deutscher Tourist mit normaler Jeans, Turnschuhen und einem Sweatshirt um die H&#252;ften f&#228;llt auf jeden Fall auf!!</p>
<p>Auch im Fernsehen sind die Nachrichtensprecherinnen, die mehrheitlich zu sehen sind, mit Paste zugekleistert, und wirken fuer deutsche Verhaeltnisse nicht gerade serioes. Auch Haenschen Mueller oder wie ich sagen muesste: Barbie und Ken sind gestylt auch wenn es um weniger interessante Themen geht.</p>
<p>Allerdings finde ich es gerade zu grontesk, dass eine Dame in Ms. Trump Design Bilder des japanischen Erdbebens als &#8220;beeindruckend&#8221; kommentiert. Also was merkwuerdigeres gibt es nicht.</p>
<p>Die Situation der lateinamerikansichen Bevoelkerung in Spanien gleicht derjenigen, die wir in Deutschland mit der tuerkisch staemmigen bevoelkerung haben. Die Lateinamerikaner scheinen sich in das Bild der Grossstadt einzufuegen. Waehrend man sich in Deutschland als lateinamerikanisch aussehend gruesst und Telefonnummern ausstauscht, so geht man eher den Landsleuten hier aus dem Weg, ausser man hat ein Gruppe gefunden, mit denen man  sich kontinuierlich ausstauscht. In Berlin z. B. gibt es in Kreuzberg ja ein Tuerkisch dominiertes Viertel, wo es Restaurants, Kneipen und Supermaerkte speiel fuer Tuerken gibt. Da sich in Madrid viele Suedamerikaner befinden gibt es auch Restaurants, die von innen denen gleichen, die es im Heimatland gibt. Also man betritt sozusagen ein anderes Gebiet, wo nur z.B. Peruaner &#8220;regieren&#8221;.</p>
<p>Muchos Saludos</p>
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		<title>Fricasé</title>
		<link>http://www.chaosreisen.de/fricase/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 00:39:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>penanco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>

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		<description><![CDATA[Fricase hat &#196;hnlichkeiten mit dem deutschen Frikase, nur das in der bolivianischen K&#252;che So&#223;en niemals mit Sahne, Milch oder sonstigen Milcherzeugnis gekocht werden. Aber auf jeden Fall ist dieses Gericht gut kohlehydrathaltig. Es hei&#223;t, dass Nachtschw&#228;rmer sich mit diesem Gericht wieder aufpeppeln k&#246;nnen. Zutaten f&#252;r 4 Personen: Chuños 4 Handvoll im getrockneten Zustand Achtung! Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fricase hat &#196;hnlichkeiten mit dem deutschen Frikase, nur das in der bolivianischen K&#252;che So&#223;en niemals mit Sahne, Milch oder sonstigen Milcherzeugnis gekocht werden. Aber auf jeden Fall ist dieses Gericht gut kohlehydrathaltig. Es hei&#223;t, dass Nachtschw&#228;rmer sich mit diesem Gericht wieder aufpeppeln k&#246;nnen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;">Zutaten f&#252;r 4 Personen:</span></p>
<p><strong>Chuños</strong> 4 Handvoll im getrockneten Zustand</p>
<p><strong>Achtung! Man muss Chuños 2-3 Tage in Wasser einweichen!</strong></p>
<p>F&#252;r die deutsche Variante nimmt man als Beilage <strong>250 g Reis</strong> aber bolivianisch &#8211; mehr dazu bei der Zubereitung<span id="more-1907"></span></p>
<p><strong>250 g Mote blanco </strong></p>
<p>600 g Schweinefleisch oder Schnitzel</p>
<p>2 EL &#214;l zum Anbraten</p>
<p>4 Zwiebeln gew&#252;rfelt</p>
<p>2 Liter Gem&#252;sebr&#252;he</p>
<p>4 Essl&#246;ffel Aji also Chilipulver (die deutsche Variante mit 1/2 EL Chilipulver, je nach Chiliart und Geschmack variabel)</p>
<p>4 Knoblauchzehen (deutsche Variante 2)</p>
<p>1 TL Cumin/ Kreuzk&#252;mmel</p>
<p>1 TL Pfeffer</p>
<p>Salz nach Geschmack</p>
<p>und so geht&#8217;s:</p>
<p>Die vorher eingelegten <strong>Chuños </strong>werden in reichlich Salzwasser f&#252;r 40 min. weichgekocht.</p>
<p>Gleiches gilt f&#252;r <strong>Mote blanco</strong>, den Erbsengro&#223;en Maisk&#246;rnern, die in Salzwasser ebenso fuer 40 gekocht werden.</p>
<p>Da Chuños und Mote in Deutschland schwer zu bekommen sind (mir ist nur in K&#246;ln ein lateinamerikanischer Laden bekannt, der Chuños und Mote verkauft), nimmt man sattdessen <strong>250 g Reis</strong> und braet ihn an, so dass er ein wenig braun wird und giest dann mit <strong>500 ml</strong> <strong>Gemuesebruehe</strong> auf und laesst das Ganze 20 min. auf leichter Flamme koecheln.</p>
<p>Das geschnittene Fleisch wird nun in &#214;l auf beiden Seiten stark aber kurz angebraten. Die gew&#252;rfelten Zwiebeln werden w&#228;hrend des Anbratens hinzugef&#252;gt. Danach l&#246;scht man mit Gem&#252;sebr&#252;he ab und gibt die losen Gew&#252;rze und den Knoblauch hinzu, da er, wenn er angebraten wird, einen bitteren Geschmack hat.</p>
<p>Das Fleich kocht noch wenig, damit es noch weich ist und dann werden die Chunos und Mote bzw. der Reise zusammen auf einem Teller serviert!</p>
<p><strong>Guten Appetit!!</strong></p>
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		<title>Das Lied in mir</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 14:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>penanco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Dem Regisseur Florian Cossen ist mit seinem Deb&#252;tfilm &#8220;Das Lied in mir&#8221; ein intensives und tiefgr&#252;ndiges Werk gelungen. Maria, gespielt von Jessica Schwarz ist eigentlich unterwegs nach Chile, um an einem Schwimmwettkampf teilzunehmen. Doch als sie in Buenos Aires ein Kinderlied auf Spanisch wiedererkennt ohne aber des Spanischen m&#228;chtig zu ein, erleidet sie auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dem Regisseur <strong>Florian Cossen</strong> ist mit seinem Deb&#252;tfilm <strong>&#8220;Das Lied in mir&#8221;</strong> ein intensives und tiefgr&#252;ndiges Werk gelungen. Maria, gespielt von <strong>Jessica Schwarz</strong> ist eigentlich unterwegs nach Chile, um an einem Schwimmwettkampf teilzunehmen. Doch als sie in Buenos Aires ein Kinderlied auf Spanisch wiedererkennt ohne aber des Spanischen m&#228;chtig zu ein, erleidet sie auf der Flughafentoilette einen Zusammenbruch. Die neu entstandene Verwirrtheit und den wahrscheinlich damit zusammenh&#228;ngenden Verlust des Reisepasses, also ihrer deutschen Identit&#228;t, l&#228;sst sie in Buenos Aires bleiben. Ihr nachgereister Vater aus Deutschland er&#246;ffnet ihr &#8211; was sie nur vermutet hat- dass sie nicht das Kind ihrer Eltern, sondern argentinischer Eltern ist. Letztere verschwanden inmitten der argentinischen Milit&#228;rjunta der 70iger Jahre. <span id="more-1565"></span>Maria wird mit der neuen Situation und der Tatsache, dass ihre Eltern ihr &#252;ber 30 Jahre ihre Herkunft verheimlichten, pl&#246;tzlich konfrontiert. Man sieht wie ihr Vater- hervorragend gespielt von <strong>Michael Gwisdek</strong> &#8211; k&#228;mpft, Maria seinen damaligen Schritt von seiner bereits verstorbenen Frau und sich zu rechtfertigen. Maria indes findet ihre argentinische Familie, die sie nach dem Verschwinden von Marias Eltern verzweifelt gesucht haben. Zwischen ihrem Vater und  ihr entsteht auch durch seine Angst, sie an die neue Familie zu verlieren, eine innere und &#228;u&#223;ere Distanz. Zu ihrer leiblichen Familie h&#228;lt sie aufgrund der Sprachbarriere und den Vorw&#252;rfen an ihren deutschen Vater auch eine gewisse Distanz. So fl&#252;chtet sich Maria in die Neutralit&#228;t mit einem argentinischen Polizisten. Ihre Identit&#228;t liegt nun auf den Stra&#223;en von Buenos Aires, so scheint es, als sie am Ende des Films durch die Metropole l&#228;uft.</p>
<p><em><strong>Sehr empfehlenswert!! Ab 10. Februar im Kino</strong></em></p>
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		<title>La misma luna</title>
		<link>http://www.chaosreisen.de/la-misma-luna/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 19:01:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>penanco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[In dem amerikanisch-mexikanischem Film geht es um das sensible Thema der Migration von Mexikanern in die USA. Manche Hollywoodstreifen, in denen es um lateinamerikanische Migranten geht, werden leider leicht zur Schmonzette wie in &#8220;Fools rush in&#8221; mit Selma Hayek. La Misma Luna zeigt realit&#228;tsnah das Leben einer Mutter und ihrem Jungen. Eindr&#252;cklich wird ihr riskanter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/misma-Luna-Adrian-Alonso/dp/B002OUN6DW%3FSubscriptionId%3DAKIAJR7CKBZI5WGLX7ZA%26tag%3Dchaosreisen-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB002OUN6DW" target="_blank"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51K-02uKerL._SL500_.jpg" width="200" border="0" /></a><br />
In dem amerikanisch-mexikanischem Film geht es um das sensible Thema<br />
der Migration von Mexikanern in die USA. Manche Hollywoodstreifen, in denen es um lateinamerikanische Migranten geht, werden leider leicht zur Schmonzette wie in &#8220;Fools rush in&#8221; mit Selma Hayek.<span id="more-1503"></span></p>
<p><strong>La Misma Luna</strong> zeigt realit&#228;tsnah das Leben einer Mutter und ihrem Jungen. Eindr&#252;cklich wird ihr riskanter Weg von Mexiko in die USA gezeigt. Nicht leichtfertig verl&#228;sst Rosario ihren Sohn Carlitos, um ihn und ihre kranke Mutter mit dem Verdienst unterst&#252;tzen zu k&#246;nnen. Im Verlauf der 4 Jahre, in denen sie als Hausangestellte in verschiedenen Haushalten illegal arbeitet, kann sie mit Carlitos nur per Telefon Kontakt halten.</p>
<p>Als ihre Mutter, seine Gro&#223;mutter stirbt, macht er sich alleine auf den Weg nach L.A., um endlich seine Mutter wieder zu sehen. Tats&#228;chlich schafft er es &#252;ber die Grenze zu gelangen. Er trifft auf verschiedene Menschen, die ihm auf die eine oder andere Art helfen. Unfreiwillig lernt er dadurch das Leben von illegalen Migranten kennen. Unter anderem sorgt sich der kaltschn&#228;uzige Enrique um ihn. Ohne zu wissen, dass sich Carlitos schon auf dem Weg zu ihr ist, denkt Rosario daran, wegen ihm heimzukehren. Ein Treffen von beiden scheint in weite Ferne ger&#252;ckt zu sein. Die einzige Chance liegt auf einem Telefon&#8230;</p>
<p>Spannung und viel Emotionlit&#228;t ist in dieser h&#246;chst reelen Geschichte miteinander verwoben.</p>
<p>Absolut empfehlenswert!</p>
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		<title>Salar de Uyuni</title>
		<link>http://www.chaosreisen.de/salar-de-uyuni/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 16:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>penanco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sehenswürdigkeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Uyuni steht auf dem Plan eines jeden Bolivienreisenden. Von Potosí aus f&#228;hrt man mit der Flota in die Stadt Uyuni am Rande des gleichnamigen Salzsees. Auf den ersten Blick sieht die Stadt verlassen aus. Einst erstrahlte die Stadt noch in Reichtum aufgrund der Mineralvorkommen der Gegend um Uyuni und Potosí. Im bolivianischen Film &#8220;Los anden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Uyuni steht auf dem Plan eines jeden Bolivienreisenden. Von  Potosí  aus f&#228;hrt man mit der Flota in die Stadt Uyuni am Rande des   gleichnamigen Salzsees. Auf den ersten Blick sieht die Stadt verlassen   aus. Einst erstrahlte die Stadt noch in Reichtum aufgrund der   Mineralvorkommen der Gegend um Uyuni und Potosí.<img title="Weiterlesen..." src="../wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><a href="../wp-content/uploads/2010/05/File00511.jpg"><img title="Stadt Uyuni" src="../wp-content/uploads/2010/05/File00511-300x188.jpg" alt="" width="300" height="188" /></a></p>
<p><img title="Weiterlesen..." src="../wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p><span id="more-1603"></span>Im bolivianischen Film &#8220;Los anden no creen en dios&#8221; (2007) &#8211; erz&#228;hlt  noch von der florierenden Zeit Uyunis. Die  Geschichte geht  haupts&#228;chlich um die Beziehung eines Mestizen mit einer  Cholita (der  idigenen Schicht zugeh&#246;rig, etwas abwertender Begriff), die  den M&#228;nnern  in der Stadt sch&#246;ne Augen macht. Der Film basiert zum Teil  auf dem  Roman &#8220;La Chaskañawi&#8221; von Carlos Medinaceli, bolivianische Schullekt&#252;re.</p>
<p>Wenn man als Tourist in Uyuni ankommt, ist von einer florierende Stadt nicht mehr viel &#252;brig als Touristen.</p>
<p>Die lebensfeindliche Lage des Ortes, der auf knapp 3500 Metern liegt  strahlt nicht nur am Tag, sondern vor allem in der Nacht K&#228;lte aus. Wir  als Touris verstecken uns schnell unter ein paar  Lagen Lamadecken und  versuchen bei -10 Grad zu schlafen.</p>
<p>Am n&#228;chsten Tag sind wir auf Erkundungstour in der Stadt. Hauptattraktion ist die Uhr aus dem 19. Jahrhundert.</p>
<p>Zum Verweilen l&#228;dt die hochgelegene Stadt nicht gerade ein, besonders   wegen der K&#228;lte. Zum Mittagessen setzen wir uns in ein Restaurant, wo   sich ein paar Touristen Platz genommen haben. Jetzt folgen wir einem   Schauspiel.</p>
<p>Wir bestellen uns allen eine Pizza, da diese, wie der Koch sagt, die   einzige Speise heute Mittag ist. Nun nach ein paar Minuten sehen wir   einen Mann eiligen Schrittes nach au&#223;en gehen. W&#228;hrend wir uns   Reiseanekdoten erz&#228;hlen, schwingt die T&#252;r auf und derselbe Mann kommt   mit einem Sack Mehl auf dem Arm herein und verschwindet gleich in der   K&#252;che. Nach ein paar Sekunden l&#228;uft er wieder in Richtung T&#252;r. Erst   denken wir uns nichts dabei, aber als er mit Eiern wieder kommt, rattert   unser Kopf. Wom&#246;glich m&#252;ssen f&#252;r unsere Pizza erst die Zutaten geholt   werden. Auch ein drittes Mal eilt der K&#252;chenbote zum Markt und holt   Milch, wie wir sehen. Anstatt uns aufzuregen, schmunzeln in uns hinein   und lassen uns nach einiger Zeit bolivianischen Wartens die   M&#252;rbeteigpizza schmecken. Einen Hefeteig bei den Temperaturen zu   erwarten, ist mehr als fies.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2010/05/File0052.jpg"><img title="Busfahrt auf den  Salzsee" src="../wp-content/uploads/2010/05/File0052-300x243.jpg" alt="" width="250" height="202" /></a>Am   n&#228;chsten Morgen machen wir uns  mit einem Bus mit anderen  verschlafenen  Touristen auf den Weg ins ewige Salz. Die wei&#223;e Fl&#228;che,  die an  manchen Stellen durchbrochen ist  und rot-orange Farbe an die   Oberfl&#228;che dringt, wirkt wie Schnee.<img title="Weiterlesen..." src="../wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>Als wir aussteigen, geraten wir in Entz&#252;cken und tanzen auf dem Salz    als w&#228;re es Eis, das jeden Augenblick bricht. Aus Neugier probiere ich    mit einem Finger die Salzoberfl&#228;che. Ja es ist Salz. Dort, wo der Bus    hielt, steht ein Salzhotel, in dem man &#228;hnlich wie das Eishotel im    Schweden &#252;bernachten kann.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2010/05/File00541.jpg"><img title="Salzsee von Uyuni" src="../wp-content/uploads/2010/05/File00541-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Die Busfahrt ging weiter und zwar zur mit Kakteen &#252;bers&#228;ten Insel    inmitten des Salzsees. Dort machten wir auch eine Rast mit    Tomaten-Zwiebelsalat, gekochten Eiern und Panecillos, den    fladen&#228;hnlichen Broten.<img title="Weiterlesen..." src="../wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2010/05/File0048.jpg"><img title="Kakteeninsel" src="../wp-content/uploads/2010/05/File0048-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="../wp-content/uploads/2010/05/File0049.jpg"><img title="Felsbogen" src="../wp-content/uploads/2010/05/File0049-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="../wp-content/uploads/2010/05/File0050.jpg"><img title="Lamas" src="../wp-content/uploads/2010/05/File0050-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schreibe mir Postkarten nach Copacabana</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 18:24:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>penanco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Die deutsch-bolivianische Produktion basiert auf dem Erstlingsroman von Stefanie Kremser, die unter anderem f&#252;r Drehb&#252;cher f&#252;r den Tatort bekannt ist. Hauptrolle spielt die 14-j&#228;hrige Alfonsina. Aufgrund des verstorbenen Gro&#223;vaters hat sie den Wunsch ihren Heimatort Copacabana zu verlassen und in die gro&#223;e weite Welt zu gehen. Als der bayrische Student Daniel in den verschlafenen Ort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float: left; margin-right: 10px;">
<p><a href="http://www.amazon.de/Schreibe-mir-Postkarten-nach-Copacabana/dp/B003BLE79K%3FSubscriptionId%3DAKIAJR7CKBZI5WGLX7ZA%26tag%3Dchaosreisen-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB003BLE79K" target="_blank"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51FummYNFtL._SL500_.jpg" width="200" border="0" /></a></p>
<p>Die deutsch-bolivianische Produktion basiert auf dem Erstlingsroman von Stefanie Kremser, die unter anderem f&#252;r Drehb&#252;cher f&#252;r den Tatort bekannt ist.</p>
</div>
<p><span id="more-1482"></span><!--more-->Hauptrolle spielt die 14-j&#228;hrige Alfonsina. Aufgrund des verstorbenen Gro&#223;vaters hat sie den Wunsch ihren Heimatort Copacabana zu verlassen und in die gro&#223;e weite Welt zu gehen. Als der bayrische Student Daniel in den verschlafenen Ort kommt, r&#252;ckt die Erf&#252;llung ihres Wunsches in greifbare N&#228;he. Auch ihre verwitwete Mutter, gespielt von Carla Ortiz, scheint ihr Gl&#252;ck mit einem Gesch&#228;ftsmann gefunden zu haben. Doch die W&#252;nsche werden nicht immer wahr.</p>
<p>Der Film ist im Ganzen sehr ruhig gehalten, bolivianische Tradition und Kultur werden sehr gut dargestellt. Auf  spanisch ist er sehr gut zu verstehen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kalender 2011 mit Gesichtern aus Cochabamba</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 14:46:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>penanco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-weiß]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Kalender enth&#228;lt 13 schwarz-wei&#223; Portraits von Bekannten und Verwandten aus meiner Heimat Bolivien. Vom Kind bis zum betagten Mann sind alle Altersschichten und Geschlechter vertreten. Gro&#223;e Kinderaugen schauen einen an, die einen fragen: Wer bist du denn? Dann strahlt einen eine frischgebackene Mutter an. Der M&#228;rz zeigt ein stolzes Ehepaar mit Westernh&#252;ten, die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.meinbildkalender.de/galerie.cfm?shopid=582815" target="_blank"><img src="http://www.meinbildkalender.de/user/0/0/5/8/2/8/1/5/light_shop/h_461306_0.jpg" alt="" width="290px" /></a><br />
Dieser Kalender enth&#228;lt 13 schwarz-wei&#223; Portraits von Bekannten und Verwandten aus meiner Heimat Bolivien. Vom Kind bis zum betagten Mann sind alle Altersschichten und Geschlechter vertreten. <span id="more-1450"></span>Gro&#223;e Kinderaugen schauen einen an, die einen fragen: Wer bist du denn? Dann strahlt einen eine frischgebackene Mutter an. Der M&#228;rz zeigt ein stolzes Ehepaar mit Westernh&#252;ten, die sich f&#252;r das Foto h&#252;bsch gemacht haben.  Das Aprilbild blickt ein neugieriges Kind mit Stupsn&#228;schen frech in die Linse. Im Maibild: ein stolzer Vater eines neugeborenen Kindes. Auf dem n&#228;chsten Bild ist ein Junge, der erwartungsvoll in die H&#246;he blickt. Der Juli zeigt meine Cousine mit einem leichten, unsicheren L&#228;cheln. Mein schmulzender Onkel f&#252;llt den August, gefolgt von den intensiven Blicken meiner Freunde auf dem Septemberbild. Auf dem Oktoberbild sowie dem Dezemberbild ist meine Schwester zu sehen. Der November wird von einem Strahlem&#228;dchen erhellt.</p>
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		<title>Reisef&#252;hrer Bolivien – Die Kultur Boliviens besser verstehen</title>
		<link>http://www.chaosreisen.de/reisefuehrer-bolivien-interkulturelles-verstaendnis/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Oct 2010 12:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>penanco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseinformationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sehenswürdigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur vestehen]]></category>
		<category><![CDATA[Reiseführer]]></category>

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		<description><![CDATA[ausf&#252;hrlicher Reisef&#252;hrer Bolivien - Bolivien besser verstehen. Bolivianische Kultur in all ihren Facetten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/vorwort/"><strong> </strong></a><strong><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/">BOLIVIEN VERSTEHEN</a></strong><strong> </strong><strong><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1046" title="Bolivien" src="http://www.chaosreisen.de/wp-content/uploads/2010/09/collage-300x225.jpg" alt="" width="181" height="137" /></a><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/vorwort/"><strong> </strong></a><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/"><strong><img class="size-thumbnail wp-image-1913  aligncenter" title="Karte_Bolivien" src="http://www.chaosreisen.de/wp-content/uploads/2010/10/Karte_Bolivien-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></strong></a></strong><strong><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/vorwort/">Inhaltsverzeichnis:</a></strong><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/vorwort/"><img src="file:///C:/DOKUME%7E1/cobusch/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-3.png" alt="" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/vorwort/"><span style="font-size: x-small;">Vorwort </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/geschichte-tia-huanaco-setz-dich-du-laeufer/"><span style="font-size: x-small;">Geschichte &#8211; „Tia Huanaco &#8211; Setz dich du L&#228;ufer“ </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/der-vielgottglaube/"><span style="font-size: x-small;">Der Vielgottglaube </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/der-vielgottglaube/"><span style="font-size: x-small;">Als Pizarro kam </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/folgen-der-eroberung-des-inkareiches/"><span style="font-size: x-small;">Folgen der Eroberung des Inkareiches </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/folgen-der-eroberung-des-inkareiches/"><span style="font-size: x-small;">Ver&#228;nderungen durch Evo Morales </span></a><span id="more-1249"></span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/ethnien/"><span style="font-size: x-small;">Ethnien </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/sprache/"><span style="font-size: x-small;">Bolivianische Sprache</span></a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: x-small;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/klima/">Klima</a><br />
</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: x-small;"> </span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/glaubensvorstellungen/"><span style="font-size: x-small;">Glaubensvorstellungen</span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/katholischer-versus-andiner-glaube/"><span style="font-size: x-small;">Katholischer versus andiner Glaube</span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/der-andine-glaube/"><span style="font-size: x-small;">Der andine Glaube </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/bolivianische-kueche/"><span style="font-size: x-small;">Bolivianische K&#252;che </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/zu-gast/"></a><span style="font-size: x-small;"><a>Zu Gast</a> </span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/umgang-mit-armut/"><span style="font-size: x-small;">Umgang mit Armut </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/bolivianische-musik/"></a><span style="font-size: x-small;"><a>Bolivianische Musik</a> </span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/beziehungen/"><span style="font-size: x-small;">Beziehungen</span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/familie/"></a><span style="font-size: x-small;"><a>Familie</a> </span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/gefuehlswelt/"></a><span style="font-size: x-small;"><a>Gef&#252;hlswelt</a> </span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/system-der-padrinos/"><span style="font-size: x-small;">System der Padrinos </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/bildung-und-erziehung/"><span style="font-size: x-small;">Bildung und Erziehung </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/humor/"></a><span style="font-size: x-small;"><a>Humor</a> </span></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/indirektheit-versus-direktheit/"><span style="font-size: x-small;">Indirektheit versus Direktheit </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/zeitverstaendnis/"><span style="font-size: x-small;">Zeitverst&#228;ndnis </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/oeffentliche-verkehrsmittel/"><span style="font-size: x-small;">&#214;ffentliche Verkehrsmittel </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/dos-and-donts/"><span style="font-size: x-small;">Dos and Dont´s </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/schlussgedanken/"><span style="font-size: x-small;">Schlussgedanken </span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/reisefuehrer-bolivien-quellenangaben/"><span style="font-size: x-small;">Quellenangaben</span></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.chaosreisen.de/lateinamerikanische-kultur/reisefuehrer-bolivien-die-kultur-boliviens-besser-verstehen/vorwort/"><strong><span style="text-decoration: underline;">weiter</span></strong></a></p>
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		<title>Interkulturelles Verst&#228;ndnis als Weg aus der Integrationsdebatte</title>
		<link>http://www.chaosreisen.de/interkulturelles-verstaendnis-als-weg-aus-der-integrationsdebatte/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 00:09:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>penanco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Binationalität]]></category>
		<category><![CDATA[Integratioin]]></category>
		<category><![CDATA[interkulturelle Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>
		<category><![CDATA[Sarrazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch ist das Thema Integration, dass Thilo Sarrazin bewusst mit fragw&#252;rdiger Intention auf die politische und gesellschaftliche Tagesordnung gesetzt hat, in Gang. Im Grunde betrifft die Intengrationsdebatte alle in Deutschland lebenden Ausl&#228;nder bzw. Deutsche mit ausl&#228;ndischem Hintergrund auch wenn Herr Sarazin sich auf die muslimische Bev&#246;lkerung bezieht. Die Debatte geht an den anderen B&#252;rgern mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Noch ist das Thema Integration, dass Thilo Sarrazin bewusst mit fragw&#252;rdiger Intention auf die politische und gesellschaftliche Tagesordnung gesetzt hat, in Gang. Im Grunde betrifft die Intengrationsdebatte alle in Deutschland lebenden Ausl&#228;nder bzw. Deutsche mit ausl&#228;ndischem Hintergrund auch wenn Herr Sarazin sich auf die muslimische Bev&#246;lkerung bezieht. Die Debatte geht an den anderen B&#252;rgern mit Migrationshintergrund nicht vorbei. <span id="more-1128"></span></p>
<p>Von der CSU wird aktuell wieder nach einer Leitkultur verlangt. Diese Forderung besteht im Ganzen, sich als Ausl&#228;nder an die Kultur des Aufnahmelandes m&#246;glichst  anzugleichen. Ausl&#228;ndische Mitb&#252;rger sollten sich an die deutschen Grunds&#228;tze, der deutschen Sprache, den christlichen Werten, deutschen Gewohnheiten und Verhaltensweisen richten.</p>
<p>Die ersten beiden Punkte sind sicher einleuchtend, doch bei den weiteren scheitert schon  das Wunschdenken einiger Politiker. Viele deutsche Atheisten f&#252;hlen sich  hier deplaziert und fragen sich, ob sie im christlich gepr&#228;gten  Deutschland hier dann nur geduldet werden. Was bedeutet Christsein oder  christliche Werte zu haben? Inwieweit gilt das f&#252;r deutsche Muslime?</p>
<p>Was sind au&#223;erdem deutsche Gewohnheiten und Verhaltensweisen? Wie will man sie definieren? Hat man au&#223;erdem das Recht, das von Migranten einzufordern?</p>
<p>F&#252;r mich stellt sich auch die Frage, wer als integriert gilt und wer aus dem &#8220;Integrationsraster&#8221; f&#228;llt. Ist ein M&#228;dchen mit t&#252;rkischer Herkunft mit perfektem Deutsch integriert? Sind dann seine Eltern nicht integriert, weil sie die deutsche Sprache nur radebrechend sprechen? Vor allem wer f&#252;hlt sich als integriert?</p>
<p>Durch diese Forderungen wird nach meiner Meinung eher eine Kultur der Ablehnung bei Menschen ausl&#228;ndischer  Herkunft erzeugt und sie ziehen sich vermehrt in ihre Kultur zur&#252;ck.</p>
<p>Die Integrationsdebatte, die schon vor Jahren auf demselben Niveau verlief, l&#228;uft so eher ins Nichts. Deshalb ist ein neuer Ansatz von N&#246;ten, weg vom Integrationsbegriff, von der Leitkultur, hin zum interkulturellen Verst&#228;ndnis.</p>
<p>Anhand von drei Bev&#246;lkkerungsgruppen mit Migrationshintergrund m&#246;chte ich erkl&#228;ren, was ich unter interkulturellem Verst&#228;ndnis meine und in wieweit es ein anderer Ansatz ist, ausl&#228;ndischen Mitb&#252;rger zu begegnen.</p>
<p>Was wir von anderen verlangen wird uns erst bewusst, wenn wir selber als monokultureller Mensch ins Ausland reisen. Dort werden wir mit dem Gef&#252;hl des Fremdseins konfrontiert. Wer l&#228;nger ins Ausland reist, wie im Laufe eines Studiums oder im Rahmen eines Freiwilligendienstes befindet sich zwischen Anpassung und Ablehnung. Die Kompetenzen, die hier erworben werden, werden gerne im Lebensl&#228;ufen hervorgehoben. Allerdings so ist meine Meinung schm&#252;cken sich noch mehrheitlich diese Gruppe  mit der sogenannten interkulturellen Kompetenz, die mit F&#228;higkeiten wie Toleranz zu anderen Menschen fremder Kulturen, soziale  Offenheit und Sensibilisierung f&#252;r andere Denkmuster verbunden ist. (<a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/0,1518,726593,00.html">Aktuell: Vom Sinn und Unsinn von Freiwilligendiensten im Ausland</a>)</p>
<p>Allerdings &#8211; und das fehlt in der Integrationdebatte &#8211; werden interkulturelle Kompetenzen von Deutschen mit ausl&#228;ndischer Herkunft weder angesprochen noch als Erfahrungskompetenz angerechnet. F&#252;r mich ist die Anerkennung von interkulturellen Kompenzen bei ausl&#228;ndischen Mitb&#252;rgern ein Mittel um eine sinnvolle Integrationsdebatte auf gleicher Augenh&#246;he zu f&#252;hren. Ich beziehe mich hierbei auf folgende Gruppen: Deutschland lebende Kinder, Jugendliche und  Erwachsene mit bikulturellem/ binationalem Hintergrund, Menschen mit  einem ausl&#228;ndischen Elternhaus oder Menschen mit ausl&#228;ndischen Wurzeln  wie Auslandsadoptierte.</p>
<p>Zun&#228;chst ist besonders seit dem letzten Jahrzehnt interkulturelles Verst&#228;ndnis vor allem bedingt durch die Vernetzung der L&#228;nder im Rahmen der Globalisierung wichtig geworden. Um mit Repr&#228;sentanten verschiedener L&#228;nder auf derselben Augenh&#246;he kommunizieren zu k&#246;nnen, geh&#246;rt mehr als die Fremdsprache des Gegen&#252;ber zu beherrschen. Das Wissen um wichtige Umgangsformen, &#252;ber bestimmten &#220;berzeugungen, Werte und Normen der anderen Kulturen kann z.B. &#252;ber einen Gesch&#228;ftsabschluss entscheiden.</p>
<p>Volunt&#228;re, Erasmusstudenten und Studenten von internationalen Studieng&#228;ngen k&#246;nnen diese F&#228;higkeiten erlernen.  So werden interkulturelle Kompetenzen den genannten Gruppen per se nicht zugerechnet, die sie durch das Leben hier und nicht durch einen beruflichen Weg erlernen mussten.</p>
<p>Nach meiner Erfahrung als Auslandsadoptierte ist die direkte Konfrontation und Auseinandersetzung mit sich, seiner Heimatkultur und der Wahlheimat entscheidender und n&#252;tzlicher f&#252;r die Entwicklung von interkultureller Kompetenz. Diese „Soft skills“ sind nach meiner Meinung nicht allein in Trainings, im Studium oder in zeitlich begrenzten Auslandsaufenthalten zu entwickeln. Ich m&#246;chte hier keinesfalls den Nutzen von Auslandsaufenthalten ablehnen, ist sie doch f&#252;r jeden Menschen eine Chance, sein bisheriges Denkmodell in Frage zu stellen, seinen Horizont zu erweitern und andere ihm fremde Ansichten zu verstehen.</p>
<p>Der Organisationsanthropologe Geert Hofstede spricht davon, dass die betreffenden Personen &#8211; vorausgesetzt sie beherrschen die Landessprache &#8211; mindestens ein Jahr brauchen, um die &#228;u&#223;ere Schicht der Kultur – d.h. nach dem Spencer-Oatey Zwiebelmodell der Kultur : Riten, Verhalten, materielle Errungenschaften – zu verinnerlichen. F&#252;r ein ganzheitliches Verst&#228;ndnis der fremden Kultur sind mehrere Jahre zu veranschlagen.</p>
<p>W&#228;hrend Jugendliche in Deutschland mit einem deutschen monokulturellen Hintergrund das erste Mal im Ausland erfahren, wie es sich anf&#252;hlt ein Fremder zu sein, hat die von mir erw&#228;hnte Gruppe diese Erfahrung schon in der Kindheit gemacht. Hier wird das Kind f&#252;r andere Ansichten und Moralvorstellungen sensibilisiert, meist geschieht es automatisch durch die Erfahrungen, die das Kind in seinem famili&#228;ren und au&#223;er-famili&#228;ren Umfeld, wie in der Schule macht.</p>
<p>Ich m&#246;chte nun die drei erw&#228;hnten Gruppen explizit darstellen, um die Ausbildung der interkulturellen F&#228;higkeiten bei ihnen n&#228;her zu beleuchten.</p>
<p>Als erste Gruppe m&#246;chte ich die Kindern von <strong>bikulturellen Eltern</strong> darstellen. Nach meiner Einsch&#228;tzung verlaufen diese Verbindungen nicht ohne Schwierigkeiten, da sich beide Partner an die Lebensweise des anderen ann&#228;hern m&#252;ssen. Verst&#228;ndnisschwierigkeiten und andere Vorstellung z.B. in der Erziehung der Kinder bergen Konflikte. Das binationale Kind befindet sich hier als genetisches Bindeglied zwischen den beiden Kulturen. Von Anfang an wird es durch die ausl&#228;ndische Mutter oder Vater an die Werte und Wertvorstellungen, Verhaltensweisen, Annahmen und Grundeinstellung der Kultur des fremdl&#228;ndischen Elternteils bewusst oder unbewusst herangef&#252;hrt. Dies geschieht auch mittels der Sprache des jeweiligen Heimatlandes des Vaters bzw. der Mutter. Sprache ist mit dem Verst&#228;ndnis der Kultur eng verbunden. Dennoch ist das Beherrschen der Sprache des fremdl&#228;ndischen Elternteils nicht zwingend notwendig, um interkulturelle F&#228;higkeiten zu entwickeln, erleichtert aber den Prozess. Allein das ausl&#228;ndische Umfeld veranlasst, sich mit seiner Identit&#228;t auseinanderzusetzen. Viele bikulturelle Menschen empfinden es als unangenehm, die Sprache entweder nicht oder rudiment&#228;r zu k&#246;nnen. Dieses Gef&#252;hl resultiert auch daher, da man noch annimmt, sie beherrschten zwei Sprachen perfekt. Oft l&#228;uft aber die Sprache des Aufenthaltslandes der zweiten Sprache den Rang ab, aufgrund dessen, dass sie nur im Elternhaus und dem dazugeh&#246;rigen famili&#228;ren Kreis benutzt wird. Au&#223;erdem erleben viele bikulturelle Menschen, dass sie im Gastgeberland als Kind der Kultur des ausl&#228;ndischen Elternteils angesehen werden und in dessen Heimat als Kind des Aufenthaltslandes betrachtet werden. Diese Erfahrung, die verbunden ist mit einer Sehnsucht nach Zugeh&#246;rigkeit, lehrt diesem Menschen sich zwingenderma&#223;en intensiv mit sich auseinanderzusetzen und sich mit beiden Kulturen zu besch&#228;ftigen. Oft kommt es vor, dass sie denken, sie m&#252;ssten sich f&#252;r eine Kultur entscheiden. In der Kindheit m&#246;chten sie oft nicht auffallen und unterdr&#252;cken ihren ausl&#228;ndischen Anteil, vor allem wenn er durch ihr Aussehen sichtbar ist. Das Kind kann sich aber nicht, wie ein Elternteil, in den Schutzraum einer einzigen Kultur zur&#252;ckziehen. Wenn es dies tut, wird es einen Teil seines Seins negieren und dann wird es schwierig, sich als Person anzunehmen. Das Verbergen dieses Teils kann Konflikte mit dem Elternteil zur Folge haben, der diesen Anteil verk&#246;rpert. Wie dieser damit umgeht, ist davon abh&#228;ngig, wie er selber zu seiner Heimatkultur steht. Gibt es keine Balance zwischen der W&#252;rdigung seines Status als Mensch seiner urspr&#252;nglichen Kultur wie auch als Mensch der angenommenen Kultur wird es auch schwer dem Kind diese Balance und Wertsch&#228;tzung f&#252;r sich zu vermitteln. Steht er mit seinem Heimatland in Konflikt, wird er sich schwer mit diesem mit Wohlwollen identifizieren. Wiederum kann der ausl&#228;ndische Partner das aufnehmende Land abwerten und seine Heimat idealisieren. H&#228;ufig ist eine Trauer dabei, sein Heimatland und seine Familie verlassen zu haben. Zudem ist es interessant zu ergr&#252;nden, warum der fremdl&#228;ndische Partner sein Land verlassen hat. Hat er freiwillig, aus finanzieller Motivation, aus politischen Gr&#252;nden ein anderes Land aufgesucht? Ein Mensch, der bis zu seinen sp&#228;ten Jugendjahren in seiner Heimat lebt und es dann verl&#228;sst, wird seine Wahlheimat nie wirklich verinnerlichen k&#246;nnen wie ein dort aufgewachsener monokultureller Mensch. Er wird die Verhaltensweisen und Denkmodelle sowie seine Sprache nie g&#228;nzlich durch die Wertesysteme der aufnehmenden Kultur eintauschen k&#246;nnen und wollen. So wird es ohne Unterst&#252;tzung von au&#223;en schwer, dem bikulturellen Kind eine stabile Basis f&#252;r sein Leben zu geben. F&#228;llt zudem der fremdl&#228;ndische Elternteil der Familie durch Verlassen der Familie, Scheidung oder Tod weg, wird es f&#252;r das Kind erheblich schwieriger in Kontakt mit der Kultur des jeweiligen Elternteils zu treten. Denn die Auseinandersetzung mit dem Thema ist mit dem schmerzlichen Verlust des Vaters bzw. der Mutter verbunden. Das Kind kann dabei nicht nur einen Elternteil sondern auch die dazugeh&#246;rige Kultur zum gro&#223;en Teil verlieren. Diese Situation kann sehr lange die Aufarbeitung des Themas verhindern.</p>
<p><strong>Das binationale Kind</strong> hat die Aufgabe f&#252;r sich selber eine L&#246;sung zu finden. Dabei veranlassen beide Tendenzen des ausl&#228;ndischen Elternteils &#8211; Abwertung oder &#220;berbewertung des Ursprungslandes &#8211; eine intensive Auseinandersetzung des Kindes bzw. des Jugendlichen mit seiner Identit&#228;t. Im Kindesalter geschieht das eher unbewusst. Sp&#228;ter lernen sie als junge Erwachsene zwei voneinander unterscheidende Wertvorstellungen und Verhaltensweisen abzuw&#228;gen und sie in sich zu verbinden.</p>
<p>Deshalb sollten Eltern und das Umfeld das Kind unterst&#252;tzen, damit es gefestigt ins Leben geht. Die Herausforderung besteht darin, beide Kulturen anzunehmen und sie als bereichernd zu empfinden. Deshalb hat die binationale Generation beste Voraussetzung, in ihrem Leben interkulturelle F&#228;higkeiten zu entwickeln.</p>
<p>&#196;hnliche Phasen durchlaufen <strong>Kinder ausl&#228;ndischer Eltern</strong>, die beide einem Land entstammen. Ich spreche hier bewusst nicht von Migranten, sondern von ausl&#228;ndischen Eltern oder Eltern mit ausl&#228;ndischer Herkunft, da der Status als Migrant nicht alle ausl&#228;ndischen Menschen betrifft und vor allem der Begriff negativ besetzt ist.</p>
<p>Im Gegensatz zu binationalen Paaren, sind die Kinder genetisch einer Kultur zugeh&#246;rig. Ihre Aufgabe besteht wohl darin, die genetischen Wurzeln wie auch das Land, in dem sie leben als sozusagen soziale Wurzeln anzunehmen. Kinder, die im „sozialen Land“ geboren und/oder im Kleinkindalter in das Wahlland gekommen sind, wie viele t&#252;rkischst&#228;mmige Menschen, f&#252;hlen sich je nach Pr&#228;gung des Elternhauses eher Deutsch, auch wenn sie im Au&#223;en oft als ausl&#228;ndisch betrachtet werden.</p>
<p>Dabei gibt es auch zwei Tendenzen: Oft hat die Erstsprache durch das Leben im sozialen Land an Kraft und Wert verloren. So beherrschen viele die Sprache des Aufenthaltslandes besser als die Muttersprache auch wenn im Elternhaus nur die Heimatsprache gesprochen wird. Ausl&#228;ndische Familien, die mit ihren Kindern in das Gastland kommen, haben oft die Schwierigkeit in ihrem Umfeld Deutsch zu lernen. Oft ist es noch so, dass sie sich in dem gleichen Kulturkreis zu Hause f&#252;hlen und ein St&#252;ck Heimat in der Fremde leben. Mehr als die Eltern haben ihre Kinder dann die Aufgabe, die neue Sprache zu erlernen, um mit den Mitmenschen zu kommunizieren und damit die jeweilige Kultur kennenzulernen und verstehen zu lernen, in der sie fortan leben m&#252;ssen. Es geht nicht darum, die genetische mit der sozialen Kultur zu ersetzen, sondern das Jetzt anzunehmen und daraus das Beste zu machen. Wie binationale Menschen haben die Kinder ausl&#228;ndischer Eltern die Chance ihren Horizont durch die Erfahrungen in Deutschland zu erweitern und interkulturelle F&#228;higkeiten verst&#228;rkt auszubilden. Ihre Eltern haben die Aufgabe, ihr Wahlland anzunehmen und zu akzeptieren, wenn sich ihr Kind vielleicht der Kultur der Wahlheimat mehr zugeh&#246;rig f&#252;hlt.</p>
<p>Etwas anders verh&#228;lt es sich bei <strong>Auslandsadoptierten</strong>. In der Regel ist ihnen der Status als Adoptierter aufgrund ihres fremdl&#228;ndischen Aussehens bekannt. Viele kommen im S&#228;uglingsalter oder im Kleinkindalter zur Adoptivfamilie. Deshalb haben sie eine &#228;hnliche Ausgangssituation wie die beiden vorher beschriebenen Gruppen. Der Unterschied liegt darin, dass sie zwar einen genetischen Bezug zu ihrer Kultur haben, aber die direkte soziale Verbindung g&#228;nzlich fehlt, da das Band durch die Adoption zwischen den leiblichen Eltern, dem Geburtsland und dem Kind abgeschnitten wurde. Auch wenn die Adoptiveltern willens sind, sich &#252;ber die Wurzeln des Kindes zu informieren, sich die Sprache aneignen, kann es die Wurzeln des Kindes nicht ersetzen. Hier w&#228;re es von N&#246;ten, dem Kind schon im Kleinkindalter die M&#246;glichkeit zu geben, einen Landsmann im sozialen Land als Kontaktperson an die Seite zu stellen. Damit bleibt das Adoptivkind st&#228;ndig im Kontakt zu seinen Wurzeln und seiner Sprache. Dadurch wird die Identit&#228;tsentwicklung gest&#228;rkt und dies ist eine gute Basis f&#252;r ausgebildete interkulturelle Kompetenzen.</p>
<p>Dennoch wachsen die meisten Adoptivkinder ohne diese Hilfestellung auf. Viele Adoptiveltern haben die Angst, das Kind zu verlieren und verdr&#228;ngen damit den Status der sozialen Eltern. Mit der Angst aber und der damit verbundenen Unsicherheit, geschieht genau das Gegenteil, von dem was sie anstreben: Genetische Eltern sein zu wollen. D.h. dass sich Adoptierte von ihren Adoptiveltern innerlich wie &#228;u&#223;erlich distanzieren und damit einhergehend das Heimatland idealisieren k&#246;nnen.</p>
<p>Um starke interkulturelle Kompetenzen ausbilden zu k&#246;nnen, durchlaufen viele Adoptierte nach meiner Erfahrung bestimmte Phasen im Leben. Wenn das Ideal eines Landsmannes im unmittelbaren Umfeld fehlt, erleben sich viele Auslandsadoptierte in der 1. Phase, die in der Kindheit beginnt als wesensungleich zu ihrem Umfeld. Zu Hause wird ihnen meist das Gef&#252;hl der Geborgenheit vermittelt, dennoch fehlt es durch die mangelnde Eigenerfahrung der Adoptiveltern das Verst&#228;ndnis f&#252;r ihr Gef&#252;hl des Fremdseins, das in der Pubert&#228;t oft seinen H&#246;hepunkt erreicht. Da noch die meisten Adoptiveltern aus einem Kulturkreis kommen, haben sie oft nicht die Erfahrung, die der Adoptierte sein ganzes Leben erlebt. Wie auch binationale Kinder denken Auslandsadoptierte sich f&#252;r eine Kultur entscheiden zu m&#252;ssen. Meist w&#228;hlt es die Kultur des sozialen Landes, da die Auseinandersetzung mit diesem Thema im Kindesalter noch viel zu schmerzlich w&#228;re. Ist doch mit der Adoption ein Verlust verbunden, den man zu verdr&#228;ngen versucht. Dieser Wunsch kann aber nie Realit&#228;t werden, da ihnen von ihrem Umfeld signalisiert wird – durch unbewusste oder bewusste Handlungen – dass sie anders sind. Dadurch kann in der 2. Phase das Fremdheitsgef&#252;hl als unerw&#252;nscht eingestuft werden. Die Folge ist, dass man den ausl&#228;ndischen Teil verdr&#228;ngt und abwertet und die zweite Heimat idealisiert und respektive  Adoptiveern. Jeder Bezug zum Geburtsland sei es anhand von Bildern, Liedern, Essen, Traditionen und Menschen aus diesem Land k&#246;nnen ein unangenehmes Gef&#252;hl ausl&#246;sen. Nur im Spiegel sieht man die Wurzeln. Extreme Abwertung der Geburtskultur hat die Konsequenz, dass sich der Auslandsadoptierte unbewusst als Individuum abwertet. In der 3. Phase, ab den sp&#228;ten Jugendjahren, an bestimmten Lebens&#228;nderungen, beruflich oder pers&#246;nlich setzt oft die Auseinandersetzung mit der Kultur ein und endet meist in der Suche nach den leiblichen Wurzeln. In der Regel findet der Adoptierte durch die Suche an sich ein St&#252;ck weit Frieden. Mit dem Besuch im Geburtsland erfahren Auslandsadoptierten, wie es ist, nicht aufzufallen und einmal anderen gleich zu sein. Sehr oft werden sie im Heimatland und in ihrer leiblichen Familie angenommen, als w&#228;re er nie weg gewesen. Dieses Empfinden der vollen Einbindung in die urspr&#252;ngliche Kultur trotz ihrer Pr&#228;gung durch das soziale Land, ist f&#252;r sie sehr befreiend, dass im Gegensatz dazu bikulturelle Menschen eher selten erleben. Dennoch muss gesagt werden, dass sie die gleiche Aufgabe haben, wie binationale Menschen und Menschen von ausl&#228;ndischen Eltern: Zwei Kulturen miteinander zu vers&#246;hnen. Mit diesem Lebenserlebnis lernt der Adoptierte von klein an, Toleranz, Offenheit und Sensibilit&#228;t f&#252;r andere Denkmodelle, Verhaltensweisen und Kulturen zu entwickeln. D.h. dass er sowohl mit Menschen seines urspr&#252;nglichen Kulturkreises als auch mit Menschen des sozialen Landes verst&#228;ndnisvoll umgeht und lernt, nicht unvoreingenommen zu sein.</p>
<p>Deshalb pl&#228;diere ich daf&#252;r im Rahmen der heutigen Integationsdebatte, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ausl&#228;ndischen Wurzeln zu f&#246;rdern und zu unterst&#252;tzen und ihre St&#228;rken als Vermittler zwischen Kulturen zu sein, aufzuzeigen und sie nicht als die zu Integrierenden zu titulieren.</p>
<p>Interkulturelle Kompetenzen, bedeuten nicht nur Toleranz zu Menschen anderer L&#228;nder zu zeigen, sondern die F&#228;higkeit, Verhaltensweisen, die nicht der eigenen Kultur entsprechen, zu ergr&#252;nden und sie nicht an seine Kultur angleichen zu wollen. Zudem bedeutet es auch anpassungsf&#228;hig sein zu k&#246;nnen, ohne seine Kultur mit der anderen zu ersetzen. Daneben ist Taktgef&#252;hl  notwendig, wenn man nicht in Fettn&#228;pfchen treten will. Toleranz bedeutet auch den anderen &#252;ber seine Verhaltensweisen und den Verhaltensnormen in seiner Kultur aufzukl&#228;ren. Dadurch wird es f&#252;r das Gegen&#252;ber leichter ein Verst&#228;ndnis f&#252;r den anderen zu entwickeln und sich f&#252;r seine Kultur offen zu zeigen. Ein Nebeneffekt ist es, f&#252;r andere Denkmuster auch innerhalb des eigenen Landes offen zu sein.</p>
<p>Wenn sich die beschriebenen Gruppen mit Unterst&#252;tzung von Au&#223;en ihren Wert als Vermittler zwischen Kulturen anerkennen k&#246;nnen, k&#246;nnen sie daraus f&#252;r ihren pers&#246;nlichen Lebensweg Gewinn ziehen. Parallel sollte die Gesellschaft f&#252;r ihre St&#228;rken offen gemacht werden, so dass es in n&#228;herer Zukunft m&#246;glich sein wird, sowohl binationale, ausl&#228;ndische und Adoptiveltern zu schulen und sie auf die Herausforderungen und St&#228;rken ihrer Kinder aufmerksam zu machen.</p>
<p>In den n&#228;chsten Jahren wird auch weiterhin der Fokus auf die Vernetzung der Kulturen liegen und immer mehr Menschen haben einen multinationalen Hintergrund wie einst Peter Ustinov. In Amerika geh&#246;rt es mittlerweile zur Realit&#228;t, das Kinder multikulturelle Wurzeln haben. Irgendwann wird es nicht mehr wichtig sein, woher ein Mensch kommt, sondern einfach wie er sein Leben mit all seinen Erfahrungen erlebt.</p>
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